Geselliges Wochenende

Seit meinem ersten Baueinsatz wartete ich begierig darauf, mit eigenen Augen zu sehen, wie sich der „Enno“ inzwischen weiterentwickelt hat, und freute mich demgemäß auf die Tage, die ich jetzt für die Baustelle erübrigen konnte. Leider kam mir ein eingeklemmter Ischiasnerv in die Quere, der nur mit Schmerztabletten in Schach gehalten werden konnte. Aber der Arzt hatte doch gesagt, ich solle mich bewegen … Also, Hochleistungssport wird ja auf der Baustelle nicht betrieben, aber Bewegung hat man schon – dann steht dem doch nichts im Wege!
Als ich am Sonnabend ankam, wurde gerade Feierabend gemacht, und ich mußte natürlich ersteinmal die Veränderungen am Kellergeschoß in Augenschein nehmen. Sogar einige Fensterschwellen fürs Erdgeschoß waren betoniert. Aufgrund der großen äußeren Ähnlichkeit wurden sie kurzerhand „Blumenkästen“ genannt.
Einige neue Gesichter sah ich sowie auch vertraute. Natürlich waren die Baustellensüchtigen Sigrid, Inken, ente und tolu wieder mit von der Partie. Die anderen lernte ich schnell kennen. Nach dem Abendessen und Duschen trafen wir uns am Feuer zum Singen, wobei, vielleicht aufgrund der Müdigkeit der eifrigen Bauhelfer, letztlich mehr herumgealbert als ernsthaft gesungen wurde.
Der Sonntag fand uns unverdrossen um 7.15 Uhr beim Frühstück und um 8 Uhr auf der Baustelle – für mich als „frische Kraft“ natürlich kein Wunder, um so bewundernswerter bei jenen, die schon seit einer Woche tagtäglich hier werkten, oder gar unseren Unermüdlichen Meike und Gunthard!
Während Sigrid und Conny das offensichtlich schon gewohnheitsmäßige Recht zum Mauern von Kellerwänden ausüben durften, wurde oben im Sonnenschein munter weiterbetoniert an den „Blumenkästen“, bis irgendwann leider der Beton alle war.
Bedauerlich fand ich auch, daß man ständig durch irgendwelche Mahlzeiten in der Arbeit unterbrochen wurde. Mir erschien das in der Häufigkeit übertrieben, aber ich wurde aufgeklärt, daß man im Laufe der Zeit immer mehr Hunger auf der Baustelle bekommt.
Der fehlende Beton führte zu der Entscheidung, den Sonntag doch etwas gemächlicher ausklingen zu lassen. Nachdem die Baustelle einmal sorgfältig durchgefegt und alles aufgeräumt war, machten wir frühen Feierabend. Dafür stellten wir nach dem Abendbrot zwei Stunden gewissermaßen „zur freien Verfügung“, was einige für eine Wanderung nutzten, andere fürs Schwimmbad oder einfach nur gemütliches Geplauder, bevor wir uns zum Grillen und Singen wieder zusammenfanden. Natürlich hatten uns etliche Helfer, die am Montag andere Verpflichtungen hatten, bereits im Laufe des Tages verlassen, dafür trafen am Abend schon wieder neue ein. Ständig wechselnde Personenzahlen und -konstellationen, Begrüßung, Einweisung und Abschied – Hut ab vor unseren Bauleitern, die das alles mit so viel – mindestens äußerer – Gelassenheit tragen!
Gerhild Drescher
>>>Bildergalerie<<< mit Fotos vom 24. und 25. Juli
Advertisements

3 comments so far

  1. Matti on

    … und mein Bund ist nicht mehr letzter in der Erbauer-Statistik!!

  2. Gunthard on

    …und die von ungenannt bleibenden (Schwachstrom-)Elektro-Ingenieuren außer Funktion gesetzte Steinsäge läuft auch wieder!

  3. Matti on

    … und der wird dann sicher beruhigt sein; auch wenn er sich ganz bestimmt nur an die Anleitung von jemandem gehalten hat, den er für qualifiziert hält.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: