Bauen wie richtige Ökos…..

Bauen wie richtige Ökos…..
so klang es auf dem Beräunertreffen. Das wollten wir auch. Der Welt was Gutes tun! Wenn ich in 50 Jahren hier als Rentner auf der Burg bin, will ich Pimpfen über unsere Heldentaten und die unglaubliche körperliche und geistige Anstrengung berichten. Wir wollten also am Enno-Narten-Bau bauen, diesem krassen Stroh, Holz und Lehm Gebäude, dem dritten Ring. Wie pathetisch. Danke für alle diese Vorlagen…ein gutes Projekt. Hornbach wäre stolz auf die Kampagne…
Nachdem wir schon im Film eine so große Rolle gespielt hatten, wollten wir auf jeden Fall noch richtig anfassen, nicht nur in der Marketing Abteilung bekannt sein – wir waren schließlich begeistert von der Idee, an so einem Projekt mitwirken zu können. Die Wochenendplanung mit dem Vorhaben zu bauen und die Persönlichkeitsstruktur sowie das Zeitmanagement meiner Bundesschwestern und -brüder im Hinterkopf wurde mir schnell klar, das wird nur funktionieren, wenn ich einfach ein Wochenende blocke, hinfahre und wir spontan schauen, wer noch mitkommen mag und kann. Jetzt sind wir doch zu sechst. Großartig. Ich freue mich auf die Musik heute Abend und ein Glas Wein. Doch jetzt wird erstmal was für die Zukunft getan. Presse und Journalismus müssen sein….
Angekommen auf der Burg begreife ich langsam, das Ding wird größer als ich dachte….und besteht aus weit mehr Beton, als ich dachte. Und wenn mich jemand gefragt hätte, ob dieses riesen Betonschiff auf den Zeltplatz passt hätte ich gesagt: Im Leben nicht. Man wird die Burg nicht mehr sehen können….auf dem Modell sah das alles so filigran aus, Streichhölzer, luftige Räume, Hightech Öko. Aber das wird bestimmt noch, ich hab da vollstes Vertrauen.
Nach einem warmen Willkommen bestand unsere erste Aufgabe  – zwischen üppigem und leckerem Essen, einer grandiosen Arbeitsschutzeinweisung (absolut Ernst gemeint – ich bin beeindruckt und freu mich drüber – das war noch nicht immer so) und prächtigem Wetter im Aufräumen von Kellerräumen.  Eigentlich eher so einer Art Life-Tetris: Viel zu große Paletten durch viel zu enge Türen und dann bitte so abstellen, dass sie nicht nerven. Anschließend dann Verschalung bauen und Beton mischen, anrutschen lassen, rütteln, hämmern….erstaunlich diese Öko Bauweise – sieht aus wie bei jedem Parkhaus Bau Projekt in Wolfsburg….naja. Aber das Essen war wirklich gut. Und anschließend dann eine super Aufgabe: Eine große laute Maschine sollte repariert werden. Die Steinschneidemaschine….feinster Grobmaschinenbau. Ausgerüstet mit Flex, Hammer, Gewalt und viel Öl: Das Handrad für den Vortrieb war kaputt, ist glaube ich aber nie für einen Austausch konstruiert worden und ging nur mit harten Methoden ab. Jetzt ist ein Neues dran und alles gut. Falls nicht – ich bin haftpflichtversichert. Leider geht sie nämlich immer noch nicht, aber nun wegen der Elektrik – da kann ich nichts tun. Bestimmt ist die nur beleidigt und geht morgen wieder….
Also Fazit: die Ökos kochen auch nur mit Wasser! Schade, dass das Stroh erst am Montag kommt, da werden sich dann Andere mit vergnügen können. Ich freu mich auf den nächsten Besuch und immer noch maßlos über die schönen Bänke in der Sauna. Die warten jetzt…..auf ’nen nassen Ska-Bund, Musik und Spaß – das wird ein gelungenes Wochenende. Danke für die grandiose Bauleitung, die perfekte Organisation (Anmeldung, Materialien, Plan, Arbeitsschutzgadgets – alles da) und die gute Stimmung. Ich kann das hier alles nur weiterempfehlen….kommt und baut!
Mische

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7 comments so far

  1. mische on

    hallo zusammen,

    ich habe vernommen, dass manch einer meinem Eintrag Kritik entnehmen konnte. Das war und ist wirklich überhaupt nicht so gemeint. Ich war nur wirklich überrascht. Ich bin wirklich froh an dem Projekt mitarbeiten zu können und stell es mir toll vor, in ein paar Jahren zu wissen, daran beteiligt gewesen zu sein. Und wenn ich noch Zeit finde, komme ich bestimmt wieder und genieße es weiter, mit meinen Händen was Sinnvolles zu machen, was sich in meinem normalen Leben nur mit viel Kopfkino erreichen lässt. Ich freu mich sehr, dass es die Ludwigstein gibt, dass ich da bauen kann und dabie viel auch über mich lernen kann.

    Jetzt hab ich auch noch viel über Beton gelernt – das kann man sicher auch nochmal brauchen..

    Das Bauen am Enno-Narten-Bau ist der hit. die Baustelle ist perfekt organisiert, die Stimmung ist schön, die Leute sind der Hit. Es hat mich lediglich gewundert, dass das Fundament dermaßen groß wird….und das wollte ich in den Blog schreiben

    bis bald

    der mische (Ska-Bund)

    • tolu on

      Tut mir Leid, dass ich Dich ‚mal wieder um wenige Minuten verpasst habe, mische. – Klasse, dass Ihr da wart!

      Das Ding IST groß. Und alle, die mitbauen, werden jeden Tag ein Stückchen größer. 🙂

  2. Gunthard on

    Ach Mische, ich versuche auch schon seit längerem tolu klarzumachen, daß es sich im Kellergeschoß um strohähnlichen Öko-Stahlbeton und Öko-Spannbeton handelt…

    • märchenleser on

      wenn das die gebrüder grimm wüßten, erst frau holle den meißner wegnehmen und dann dies. die geschichte muß umgeschrieben werden … 😉

      ###

      Von: Gebrüder Grimm

      Es war einmal eine alte Schweinemutter, die hatte drei kleine Schweinchen. Die Schweinchen aßen und aßen und irgendwann waren sie so groß, dass sie in dem Haus, in dem sie wohnten, keinen Platz mehr finden konnten. Da sagte die Schweinemutter:

      „Ihr könnt jetzt nicht mehr bei mir bleiben meine Kinder. Jeder muss ein Haus für sich selbst haben.“

      Und sie schickte sie in die große, weite Welt hinaus.

      Das erste Schweinchen begegnet einem Mann mit einem Bündel Stroh. Es sagt zu ihm:

      „Bitte, lieber Mann, gib mir das Stroh, denn ich will mir ein Haus daraus bauen.“

      Da sagt der Mann:

      „Gib mir erst von deinen Borsten, damit ich mir eine Bürste daraus machen kann.“

      Da gab ihm das Schweinchen einige seiner Borsten. Der Mann gab ihm dafür das Stroh und half ihm, das Haus aufzubauen. Vorne hatte das Haus eine große Tür und hinten eine kleine Tür. Dann schaute das Schweinchen sein Strohhaus an und sang:

      „Ich habe ein schönes Haus von Stroh, ich bin so sicher und so froh. Und kommt der böse Wolf vorbei, dann lache ich, hihi, heiheil“

      Das zweite Schweinchen begegnete einem Mann, der ein Bündel Holz trug. Es sagt zu ihm:

      „Bitte, lieber Mann, gib mir das Holz, ich will mir daraus ein Haus bauen.“

      Der Mann aber sagt:

      „Gib mir erst von deinen Borsten, damit ich mir eine Bürste daraus machen kann.“

      Da gab ihm das Schweinchen einige seiner Borsten. Der Mann gab ihm dafür das Holz und half ihm, das Haus aufzubauen. Vorne hatte das Haus eine große Tür und hinten eine kleine Tür. Dann schaute das Schweinchen sein Holzhaus an und sang:

      „Ich habe ein schönes Haus von Holz, ich bin so sicher und so stolz. Und kommt der böse Wolf vorbei, dann lache ich, hihi, heihei!“

      Das dritte Schweinchen begegnet einem Mann, der zieht einen Karren voll Ziegelsteine. Es sagt zu ihm:

      „Bitte, lieber Mann, gib mir von den Ziegelsteinen, ich will mir ein Haus daraus bauen.“

      Der Mann aber sagt:

      „Gib mir erst von deinen Borsten, damit ich mir eine Bürste daraus machen kann.“

      Da gab ihm das Schweinchen einige seiner Borsten. Der Mann gab ihm dafür die Ziegelsteine und half ihm, das Haus aufzubauen. Vorne hatte das Haus eine große Tür und hinten eine kleine Tür. Dann schaute das Schweinchen sein Haus aus Ziegelsteinen an und sang:

      „Ich habe ein schönes Haus von Stein, es ist so sicher und so fein. Und kommt der böse Wolf vorbei, dann lache ich, hihi, heiheil“

      So lebte nun jedes Schweinchen in seinem eigenen kleinen Haus, und jedes war glücklich und zufrieden.

      Doch eines Tages kam der Wolf aus dem Wald, klopfte an die große Tür des kleinen Strohhauses und rief:

      „Liebes, gutes kleines Schwein, lass mich doch zu dir hinein.“

      Das Schweinchen aber antwortet:

      „Bin ganz allein, bin ganz allein, ich lass dich nicht ins Haus herein.“

      Da sagt der Wolf:

      „Ich werde strampeln und trampeln, ich werde husten und prusten und dir dein Haus zusammenpusten.“

      Und der Wolf strampelte und trampelte, er hustete und prustete und pustete das ganze Haus zusammen. Aber das kleine Schweinchen war nicht mehr da. Es war hinten durch die kleine Tür zum zweiten Schweinchen ins Holzhaus gelaufen.

      Da ging der Wolf zum Holzhaus, klopfte vorne an die große Tür und ruft:

      „Liebes, gutes kleines Schwein, lass mich doch zu dir hinein.“

      Das zweite Schweinchen aber antwortete:

      „Bin ganz allein, bin ganz allein, ich lass dich nicht ins Haus herein.“

      Da sagte der Wolf:

      „Ich werde strampeln und trampeln, ich werde husten und prusten und dir dein Haus zusammenpusten.“

      Und der Wolf strampelte und trampelte, er hustete und prustete und pustete das ganze Haus zusammen. Aber die zwei kleinen Schweinchen waren nicht mehr da, denn sie waren hinten durch die kleine Tür zum dritten Schweinchen ins Ziegelhaus gelaufen. Da ging der Wolf zum Ziegelhaus, klopfte vorne an die große Tür und rief:

      „Liebes, gutes kleines Schwein, lass mich doch zu dir hinein.“

      Das dritte Schweinchen aber antwortete:

      „Bin ganz allein, bin ganz allein, ich lass dich nicht ins Haus herein.“

      Da sagte der Wolf:

      „Ich werde strampeln und trampeln, ich werde husten und prusten und dir dein Haus zusammenpusten.“

      Und der Wolf strampelte und trampelte, er hustete und prustete, aber er konnte das Haus nicht zusammenpusten. Da wurde er schrecklich zornig und brüllte:

      „Warte nur, gleich habe ich dich!“

      und machte sich daran, durch den Kamin ins Haus zu klettern. Als die drei Schweinchen merken, was der Wolf im Sinne hatte, fragte das erste Schweinchen:

      „Was sollen wir nur tun?“

      Das zweite Schweinchen:

      „Ich will ein großes Feuer im Kamin machen.“

      Und das dritte Schweinchen:

      „Ich will einen großen Topf mit Wasser in den Kamin hängen.“

      Das taten sie auch.

      Nicht lange danach – das Feuer prasselte schon lustig und das Wasser brodelte, kam der Wolf den Kamin herunter und plumpste mitten ins heiße Wasser hinein. Schnell gaben die drei kleinen Schweinchen einen Deckel darauf und verschlossen den Topf. Dann tanzten sie vor Freude um den Kamin herum und sangen:

      „Der Wolf ist tot, der Wolf ist tot, ein Ende hat die große Not.“

      Dann baute sich das erste Schweinchen ein Ziegelhaus und das zweite auch, und fortan lebten alle drei zufrieden und froh.

      • Schlumpf on

        Genau an die Geschichte hab ich auch schon öfters mal gedacht. Bei uns bleiben die drei kleinen Schweinchen eben zusammen und kein Wolf wird das Haus jemals stürmen können 😉

      • tolu on

        Das Märchen ist auch nicht so ohne weiteres auf die Verhältnisse im Brüder-Grimm-Land übertragbar. Durch rachsüchtige Rotkäppchen, böswillige Geißlein und anderes Gelichter, haben die Wölfe um den Meißner schon lange keinen Stich mehr machen können. Während die Steine dazu herhalten mussten, den letzten ihrer Art die Bäuche zu füllen, stehen die Holz/Stroh/Lehm-Häuser um den Ludwigstein seit vielen hundert Jahren glücklich und zufrieden.
        Und weil wir keine Schweinchen sind, entstehen sie noch heute.

  3. tolu on

    „Öko“ stand hier jetzt nicht für „Ökonomie“, Gunthard. 😉


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