Mauern errichten um Mauern abzubauen

Heute mal einige kurze Worte von mir, ohne näher auf die Bauaktivitäten des heutigen Tages eingehen zu wollen.
Vor nicht all zu langer Zeit mußte ich ein Gespräch auf dem Gang des Baubüros mithören, in dem es um die Sinnhaftigkeit ging, Jüngere am Baugeschehen teilhaben zu lassen und um die Qualität ihrer Arbeit.
Dies wäre eine durchaus berechtigte Frage gewesen, wenn man davon hätte ausgehen können, das jene Aussage von einem Nicht-Jugendbewegten stammt, der von einem rein wirtschaftlichen Denken gesteuert die Tatsache außer Acht läßt, das ein selbst gesetzter Stein für den noch jungen Menschen auch gleichzeitig das Fundament einer emotionalen Bindung an die Burg und ihre Bewohner mit sich bringt.
Die Burg stellt eine große Leistung unserer deutschen Jugendbewegung dar und es gebührt jedem Anerkennung, der diese Erinnerung durch ein aktives Einbringen von jungen Menschen fördert und fordert. Was diese Burg nicht werden darf, ist das Mittel zum Selbstzweck geistig vergreister Gemüter, welche der Jugendbewegung den bereits nahenden Tod voraussagen und mit ablehnender Haltung das Tagewerk der unterschiedlichen Gruppen beäugen. Wir bauen nicht für das Jetzt, sondern für das Morgen in Erinnerung an das bereits Geleistete!
Wenn ich aber eines gelernt habe auf dieser Baustelle, dann ist es Mauern gemeinsam zu errichten, um vergeistigte Mauern abzubauen und die unterschiedlichsten Farben der Bünde und Gruppen wieder mehr unter den gemeinsamen Gedanken der Jugendbewegung zu stellen.

Euer joker

Ein kurzes Nachwort für alle Baubeteiligten:
„Wenn die Entwicklung so weitergeht, werden wir unsere handwerklichen Fähigkeiten verlieren, und es wird die Zeit kommen, wo wir uns selbst verfluchen, daß wir die Fähigkeiten unserer Hände verlernt und vergessen haben.“  (Mahatma Gandhi)

Zu den >>>Fotos<<< vom 2. August

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