Bauen wie die alten Ägypter…

…hieß das Programm am vergangenen Wochenende – allerdings erst, als der Bagger der Firma Hiebenthal weg war.
Das für den Januar ungewöhnlich milde Wetter hatte uns bewogen, entgegen unserem ursprünglichen Entschluß auch dieses Wochenende zum Bauen zu nutzen.

Mit Hilfe des Baggers wurden die selbst gefertigten Fundament-Fertigteile aus Stahlbeton in die vorbereiteten Gräben gesetzt. Diese mußten davor erst einmal bis zum noch im Herbst bis auf den Felsuntergrund eingebrachten Magerbeton ausgeschaufelt werden. Hierbei wurde von einem Sozialpädagogen eine wertvolle Einzelprojektarbeit geleistet – gut, daß Stephan in seiner Jugend die Bedienung des „Handbaggers mit Holzausleger“ von der Pike auf erlernt hat. Tatjana und Ente freuten sich, die Magerbeton-Oberflächen fachkundig für die Verlegung vorbereiten zu dürfen.
Von Florian und Timothy sorgsam am Kettengehänge des Baggers angeschlagen, schwebten die Fertigteile dann an den Einbauort und wurden dort von Kafe, Alex und Kolja in Empfang genommen. Unsere Architektin Meike erfreute uns mit der Bekanntgabe der Maßketten.
Dann war der Bagger weg und die Fertigteile mußten nur noch genau ausgerichtet werden.
Klassisches Bauleiterzitat: Eigentlich ganz einfach…

Der alt-ägyptische Teil bzw. der „Lehrgang Pyramidenbau Teil I“ begann am Sonntag.
„Gewaltig ist des Maurers Kraft, wenn er mit dem Hebel schafft!“ Doch bei 2,5 bis 3 Tonnen Eigengewicht kann auch das Hebelgesetz „Kraft x Kraftarm = Last x Lastarm“ an seine Grenzen kommen, da die Länge der verwendbaren Hebel zum Beispiel durch die nahegelegene Werra begrenzt wird.
So entschieden wir uns am Nachmittag, den Rest der Arbeit auf die kommende Woche und in die durch einen Kettenzug verstärkten fachkundigen Hände unserer beiden auf der Walz befindlichen Handwerksgesellen Alex und Kolja zu legen.
Dennoch hatten wir viel Spaß und sahen aus wie… wie…, nun, wie man eben aussieht, wenn man einen Tag lang im knietiefen Schlamm gespielt hat! Florian, Tatjana und Ente hatten sich überdies noch einmal dem Abbruch des Estrichs in den ehemaligen Zelteranlagen zugewandt und damit die Schlammschicht durch eine Staubschicht überdeckt.
Das zehnte Fundament muß später eingesetzt werden, da an dieser Stelle die Leitungen in den Neubau gehen und deswegen der Unterbau noch fehlt.
Daher bleibt der Trost für alle begeisterten Enno-Mitbauer, daß uns die Arbeit so schnell nicht ausgehen wird!

Gunthard

zu den >>>Fotos<<<

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3 comments so far

  1. Schlumpf on

    …und da die Stundenliste mit Meike in ihre wohlverdienten freien Tage gefahren ist, gibts nix Neues bei den Erbauerstunden.

  2. Hauke on

    Diesmal auch aus Göttingen ein aufrichtiges „Lob und Anerkennung!“…

  3. eva on

    Eigenleistung ist schön 🙂
    ich habs gesehen und Stephan weiß es jetzt auch.
    Das neue Jahr fängt gut an!


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