Wir spinnen Stroh zu Gold….

… so hieß es im Film „Der dritte Ring“. Wenn das mal so einfach wäre…
Statt dessen haben wir nun also wieder ein Wochenende lang Stroh in die Südseite des Enno eingebaut. Die einen haben Strohballen mit Körperkraft und Schlägen mit einem Hammer, den ich kaum heben geschweige denn damit kontrollierte Schlagbewegungen ausführen kann, in die Gefache eingepasst.
Wenn man so beobachtet hat, mit wie viel Kraftaufwand die Jungs das im Schweiße ihres Angesichts so gemacht haben, dann kann man sich kaum vorstellen, dass da überhaupt noch irgendwo ein Ritz übrig bleibt, in den man auch nur einen einzigen weiteren Strohhalm stecken könnte! Ich verrate vielen wahrscheinlich aber kein Geheimnis, dass man trotzdem ungeahnte Mengen an Stroh noch in bestehende Ritzen, Löcher und Fugen versenken kann. Bewaffnet mit einem Zollstock als Stopfwerkeug (es geht nichts über das Profiwerkzeug auf unserer Baustelle!) kann man viel Zeit damit verbringen eine Hand voll Stroh nach der anderen in diesen Tiefen verschwinden zu lassen. Das ist anstrengender als es auf den Bildern aussieht, vor allem wenn man dabei auf einer Leiter rumturnt. Die einen finden das meditativ, aber ich bekenne: Ich habe lieber gemauert!
Um auch im Obergeschoss die Wände stopfen zu können, wurden die Ballen mittels eines Seilzuges nach oben gezogen. Dazu wurden die Strohnähnadeln so in die Seile des Strohballens verwoben, dass man am Griff den Haken ein hängen konnte – Kreativität ist und bleibt eben ein wichtiger Aspekt auf der Enno-Baustelle. Wie schon meine Großtante zu sagen pflegte: „Dumm kann mer sei, mer muss sich nur zu helfe wisse!“
Zeitgleich bauten im Obergeschoss eine Reihe fleißiger Helfer um kafe weiter Fenster ein. Das eine oder andere widersetze sich dabei, was kafe zeitweise etwas knurrig machte. Aber: Es sind jetzt fast alle drin!
Einige wackere Helden verbrachten ihre Zeit damit, gesichert mit einem Gurt und höchst kleidsam geschützt mit Brille und Gehörschutz ziemlich weit oben unterm Dach die Balken der Holzkonstruktion von groben Schliffern zu befreien.
Und obwohl ich dieses Wochenende am Enno quasi nur Dinge gemacht habe, die mir keinen Spaß gemacht haben, war die Stimmung wieder so gut, dass das locker aufgewogen wurde!

Wir spinnen Stroh zu Gold… da dies nun mal nicht geht, hat sich am Sonntag Nachmittag dann auch der Enno-Kreis wieder zusammengesetzt, um weiter an Strategien zur Öffentlichkeitsarbeit und zur Geldbeschaffung zu arbeiten. Auch das gehört zum Enno-Bauen eben dazu.

Bis demnächst auf der Baustelle!
Tatjana

zu den → Fotos

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4 comments so far

  1. Hansi on

    Schön zu sehen wie alles wächst und gedeiht! Wenn hier nicht gerade gefühlte 1000 Sachen anliegen würden…

    Aber immerhin habt ihr ja Thomas, lieben Gruß aus dem hohen Norden an den Sachsen. 😉 Natürlich auch an alle anderen Lieben Menschen auf der Baustelle.

  2. katja on

    wer hat denn die fotos gemacht? die sind ja unglaublich toll!

    • Gunthard on

      Die Bilder sind von Tatjana…

      • Tatjana on

        Naja, naja, die (Spiegelreflex)Kamera war von mir. Fotografiert haben Papagena, Gunthard und ich. Aber danke für die Blumen, Katja!


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