Die Gnom Queste

Der etwas andere Enno Bericht
Wir schreiben das Jahr irgendeines Herrn 2011, am 17. Tag der June.
Zusammen mit  drei der mutigsten Ritter vom blaugelben Band aus dem Orden der Luchse machte ich mich auf die lange und beschwerliche Reise zum Zentrum der Macht, der freien Völker, des deutschen Landes.
Wir wurden gerufen um dort das neue Bollwerk gegen die Horden der Unterwelt zu errichten.

Die Anreise war lange und entbehrungsreich. Nachdem wir eine Zeit lang von einem Barden namens Af Neagal, mit seinen seltsamen Weisen gefoltert wurden entschlossen wir uns kurzerhand den Barden zu vertreiben und uns an unseren eigenen Weisen zu erfreuen.
Als wir ankamen näherte sich die Sonne bereits dem Horizont. So lies ich meine tapferen Mannen absitzen und wir begaben uns zur reich gedeckten Tafel.
Dort angekommen traute ich meinen Augen kaum, viele Angehörige der freien Völker waren dem Ruf gefolgt.
Ich sah andere Ritter vom blaugelben Band die in Begleitung eines Zwerges und eines Wesens das vorgab mit einem Pinguin im Bunde zu sein angereist waren. Das seltsame Pinguin Wesen nannte sich selbst das Alpi.
Dann waren da noch Waldläufer aus dem Nord- und Ostlanden. Der Hexenzirkel der helfenden Brüder und Schwestern war ebenfalls vertreten. Abgesandte anderer geflügelter Orden reihten sich ebenfalls in die Schar der Helfer ein.
Als dann noch eine sprechende Vertreterin des Entenvolkes auftauchte, wusste ich dass unser Auftrag von Erfolg gekrönt sein würde.
Alle waren gekommen um zu helfen das Bollwerk gegen die dunklen Lande und ihre Schergen zu verstärken.
Doch etwas stimmte nicht.. ein Schatten lag über uns, der auch beim abendlichen Beisammensein am Lagerfeuer nur schwer freudige Stimmung aufkommen lies. Nach einigen Weisen von Finken und Mädels die winken, löste sich die Runde recht schnell auf. Doch was wir nicht ahnen konnten.. das Lied sollte uns noch lange verfolgen!
So legten sich meine Ritter und ich recht früh zu Bett um für den nächsten Tag voll harter Arbeit gerüstet zu sein.
Am nächsten morgen wurde mit dem Hahnenschrei aufgestanden und nach einem zünftigen Frühstück begab sich die Kolonne zum neu errichteten Bollwerk um dort die Arbeit aufzunehmen.
Der Harte Gunter, seines Zeichens Bauleiter, gab uns eine kurze Einweisung und verteilte danach die Arbeiten.
Der Hexenzirkel sollte zusammen mit einigen geflügelten, der sprechenden Ente und dem Alpi geschmiedete, geschwungene Stahlstifte in die Bodenplatten des oberen Wehrganges treiben.
Meinen Rittern und mir wurde aufgetragen die Außenwand mit tonnenweise Lehm zu verstärken.
So machten wir uns ans Werk.
Doch auch hier stimmte etwas nicht, ich fühlte mich beobachtet.. irgendetwas war anders.
Dann geschah es…  Ich hörte eine Stimme hinter mir, doch als ich mich umdrehte war da nichts … ich glaubte mich getäuscht zu haben und setzte meine Arbeit fort.. doch da war die Stimme wieder, sie sprach in einer fremden Sprache direkt in meinem Kopf zu mir, jedes Wort brannte sich in mein Hirn wie Säure in Fleisch. Ich konnte mich nicht mehr auf die Arbeit konzentrieren. Auch hatte ich öfter das Gefühl, eiskalten Hauch in meinem Nacken zu spüren.  So kam es das zur Mittagsstunde nicht der gewollte Arbeitsfortschritt erreicht war.
Doch was war los, hatte der Hexenzirkel mich mit einem Fluch belegt? Oder war ich durch die Strapazen der Anreise dem Wahnsinn anheim gefallen?
Ich sollte bald die Wahrheit erfahren.
Beim Mittagsmahl berichteten die Waldläufer meine Brüder und Schwestern vom blaugelben Band, ein Mitglied des Hexenzirkels und sogar der Zwerg von ähnlichen Vorkommnissen.
Auch von der Sprechenden Ente und den Geflügelten gab es Berichte von seltsamen Ereignissen.
Die geschwungenen Stahlstifte verlängerten sich plötzlich auf geheimnisvolle Weise und ragten aus der Decke des unteren Wehrgangs hervor, die Stahlmatten, die als Verstärkung in den oberen Wehrgang eingelassen wurden, passten nicht mehr und mussten mühsam angepasst werden.
Nach langer Diskussion konnte es nur eine Antwort geben. Gnome! Das dunkle Land hatte seine Schergen ausgesandt um unser Bauvorhaben zu sabotieren. Dem musste Einhalt geboten werden. So schmiedeten wir einen Packt der uns gemeinsam gegen die Gnome vorgehen lies.
Doch die Handlanger der dunklen Lande waren nicht unser einziges Problem. Der Hexenzirkel hatte wohl einen ihrer Götter verärgert. Dieser sandte uns mitten beim Mittagswahl Regen, der uns zwang, uns in die sicheren Mauern unseres Bollwerks zurückzuziehen.
Das Mahl brachte dennoch Stärkung und unser frisch geschlossener Packt gab mir neuen Mut.
Die Kraft unserer Gemeinschaft machte es möglich das die mittägliche Arbeit besser von statten ging.
Wir hatten auch überall schokoladenbestückte Gnomfallen aufgestellt um uns die Biester vom Hals zu halten.
Die Arbeit lief nun zwar besser, aber immer wieder tauchten Stimmen in meinem Kopf auf die in fremden Zungen zu mir sprachen, doch dank der Kraft des Paktes hatten sie nicht mehr die niederschmetternde Wirkung.
Als wir am Abend die Arbeit niederlegten und müde und hungrig zum Abendmahl begaben, war die Stimmung immer noch überschattet von den Gnomattacken, die auch meine Paktkammeraden den ganzen Tag aushalten mussten. Bei einem der Waldläufer hatten die Angriffe schwere seelische Spuren hinterlassen.
Wir entschieden uns, nach dem Abendessen, ein Fest in der Klause meiner Brüder vom blaugelben Band zusammen mit den Waldläufern, dem Zwerg und den Rittern der Jomsburg aus dem hohen Norden zu feiern.
Gesagt getan, so fanden wir uns in der Klause ein, wir berieten uns noch mal was gegen die Gnom Plage wohl am besten zu tun ist. Ein besonders sanftmütiger Ritter der Geflügelten versuchte uns, mit einem seltsamen Dialekt in der Stimme, zu einer friedlichen Lösung des Konfliktes zu überreden. Dieser Versuch wurde jedoch von allen Anwesenden im Keim erstickt.
Es war eine fröhliche Runde bei der allerlei Weisen zum Besten gegeben wurden. Und nach Zwergenhaft floss der Gerstensaft in Strömen. Alle sangen sich den Frust von der Seele. Die Lauten erklangen und die gewaltigen Stimmen brachten die Klause zum erbeben.
So kam es das die Stimmen in meinem Kopf immer leiser wurden und nur in den Gesangspausen kurz an Intensität gewannen. Also beschlossen wir in schneller Folge viele Weisen aneinander zum Besten zu geben. Das brachte die Stimmen irgendwann zum verstummen. Wir hatten es geschafft… die Macht der Gnome war für den Moment gebrochen. Doch dann geschah etwas Unvorhersehbares.
Als das Fest seinen Höhepunkt erreicht hatte wurde die Tür zu unserer Klause brutal aufgerissen und herein kam… das Alpi.. Es drohte uns mit Verfolgung und ewiger Verdammnis wenn wir unser Fest nicht an einem anderen Ort weiterführen würden. Denn es wollte sich der Nachtruhe hingeben.
Schockiert von dieser Androhung und der schier greifbaren Macht die das Pinguinwesen ausstrahlte, zogen wir uns zurück.
In einer anderen Unterkunft versammelte sich die, mittlerweile geschrumpfte, Gemeinschaft um zu beratschlagen, wie man sich zukünftig gegen Übergriffe aus dem dunklen Land schützen könne.
Zur frühen Morgenstunde  gingen auch die letzten unserer Gruppe in ihr Nachtlager.
Am nächsten Morgen, hieß es später als am Vortag aufzustehen. Der Harte Gunter hatte uns gestattet etwas länger zu ruhen. Einer der Waldläufer berichtete dass er des Nachts in seinen Träumen noch mal s von den Gnomen heimgesucht wurde. Er sah sichtlich gezeichnet aus.
Doch das war das letzte was ich an diesem Tag von den Handlangern der Düsternis hören sollte.
Meine Ordensbrüder und ich begaben uns nach dem Frühstück wieder ans Werk und verstärken weiter die Mauern. Dies mal lief die Arbeit wie von selbst. Anscheinend war der Fluch, für den Moment, gebrochen.
Nach dem Mittagsmahl war es Zeit sich zu verabschieden. Wir mussten wieder zurück um unser eigenes Land zu schützen … Lebt wohl ihr Waldläufer, ein Gruß an das Zwergenvolk, viel erholsamen Schlaf an das Alpi, auf ein baldiges Wiedersehen meine Brüder und Schwestern vom blaugelben Band, den Segen eures Gottes für die Gemeinschaft der Hexen, den Geflügelten viel Glück und der sprechenden Ente immer eine handbreit Wasser unter den Füßen.

Im Jahre irgendeines Herren am 19. Tag der June erreichten die Ordensritter der Luchse von der Ritterschaft des blaugelben Bandes wieder ihre sicheren Ländereien.
Wenn die Gemeinschaft uns wieder braucht, ruft uns, wir werden zur Stelle sein, wenn es wieder darum geht das Bollwerk im Zentrum unseres Landes gegen die Düsteren Horden zu verstärken.
Gezeichnet und mit freundlichem Gruß an das winkende Mädel

rabe
Ordensführer der Luchse aus der Ritterschaft des blaugelben Bandes

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2 comments so far

  1. der sanftmütige ritter er geflügelten - mit dialekt der deutschen hochsprache on

    kommt so einer gnom vom fjell…

  2. Gunthard on

    Ihr solltet das Stroh nur verputzen (und dies war nicht im Sinne von aufessen gemeint) – habt Ihr es etwa auch geraucht?! 😉


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