Schon wieder ein Loch im Enno

Sommerbauhütte also. War die letztes Jahr auch? Da kann ich mich gar nicht dran erinnern… eigentlich war immer Sommer und immer Bauen.
Der Freitagmorgen übertrifft meine Erwartungen: so viele Bauhelfer! Und alle haben was zu tun! Ich fange damit an, die Schilfmatten im Obergeschoss mit Lehm zu verputzen, das funktioniert ganz gut. Thiemo hilft mit, weil sein Steineschlepptrupp anscheinend streikt. Bald erscheint Gunthard mit einem (na, was wohl) Spezialauftrag. Frei nach dem Motto: Thiemo und Katja sind auf der Baustelle, brauchen wir nicht noch irgendwo ein Loch? Es kommt auch ein Schornsteinfeger dazu (nicht in Schwarz), wir klettern über das Gerüst an der Nordseite bis zum Knick. Da fehlen noch Strohballen im Gefach, denn hier soll das Ofenrohr durchgeführt werden. Stroh ist da eher ungünstig in direkter Nähe. Nach kurzer Erklärung bohren wir ein Loch und zeichnen einen Kreis drumherum. Gunthard guckt von innen und stellt fest: zu dicht am Installationsschacht. Also müssen wir ein Fach weiter nach links. Da sind schon Strohballen drin, mit Lehm geschlämmt. Mist. Die müssen raus. Jetzt zeigt sich, wie gut und fest diese Verbindung ist, wir müssen ganz schön zerren. Dann wird nochmal ein Loch durch die OSB-Platte gebohrt und ein Kreis gezeichnet, das wird genehmigt. Nun muss die Stichsäge ran, eine von den neuen akkubetriebenen Geräten. Die kann was! Und ich dachte, Panasonic macht bloß Bildschirme. Neben dem Gerüst wartet eine Palette unberührter Porenbetonsteine, die wird nun angebrochen. Die Steine sind riesig, dafür aber recht leicht. Und man kann sie gut von Hand sägen. Die nächsten Stunden sind wir damit beschäftigt, Steine zu tragen, durchzusägen und einzupassen. Vor allem müssen wir ja um ein noch nicht vorhandenes Ofenrohr herum bauen. Daher werden Ecken rausgesägt, und ein Stein sieht später aus wie eine Brücke aus dem Bauklötzesortiment. Dann gesteht Gunthard einen Denkfehler, was eine kurzzeitige Panik auslöst: das Loch ist zu klein! Wir müssen aber nur das Loch in der OSB-Platte vergrößern, die Steine können so bleiben. So vergeht unser erster Bautag, und erst am nächsten kommen wir dazu, Mörtel anzurühren und das Fach zuzumauern. Das geht recht flott und erinnert (seufz) an den letzten Sommer. Am Nachmittag bleibt mir dann noch, die letzten 1 bis 2cm mit Styrodurstreifen zu füllen und mit Mörtel zuzuwerfen. An der Innenseite ist die Wand schon mit Unterputz versehen. Den müssen wir leider wegprokeln, die Schilfmatte durchknipsen und die Lattung durchsägen. Aber damit das Loch nicht so ausgefranst aussieht, haben wir den Rand wieder ordentlich verputzt.
Jetzt bin ich gespannt, wo wir das nächste Loch machen dürfen, wenn wir wieder zum Bauen kommen…
Katja.

zu den → Fotos

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