Frühling wird’s

Traut man den Gerüchten, so ist der März ein Monat voller Überraschungen. Tiefes Schneetreiben, matschiges Regenwetter oder lauwarme Sonnentage – man weiß es nicht so recht, man hat alles schon einmal erlebt. Das Wetter ist schließlich kein Wunschkonzert.

Heute schreiben wir den 1. März und die Sonne scheint alle Register gezogen zu haben. Nach dem Frost des vergangenen Monats locken einen die fast schon tropisch anmutenden 13°C aus grauer Burgen Mauern und so komm ich nicht umher mal einen Blick auf den Enno zu werfen:

Nach dem Trubel des Wochenendes ist es wieder etwas ruhiger geworden. Am Morgen sind nun auch die Gesellen weitergetippelt und der wirklich harte Kern der Baumannschaft von 4 Personen begnügt sich auf der Baustelle.

Zum einen werkelt da der Benne vor sich her, altbekannt im Trockenbau. Gipswände anschrauben, verspachteln, fertig – so die Theorie. Doch gelegentlich klingt ein forscher, mit etwas gereiztem Unterton unterlegten Ruf aus den offenen Türen der Zeltertoiletten. Leicht geblendet taucht dann Bennes Umriss zwischen Trockenbauskeletten und Ennostaub auf: „FRITZ! Wo zum Teufel ist mein Cuttermesser?“ oder „Son Mist! Warum sind die Rohre nicht gedämmt? Und mein Zollstock, wo fliegt der rum?“, klingt unmissverständlich Bennes hauchzarte Stimme gen Hansteinflügel. Das Ende vom Lied – naja, man kann es vermuten: Schnell wird die nach eigenen Aussagen „perfekt“ geschraubte Gipsplatte wieder abgerissen, Rohre gedämmt, wieder aufgebaut – soviel zur Theorie.

Direkt vor der Tür hat ein grünes Wesen seinen Platz gefunden – Der Öko kommt seinem neuen Titel nach und füllt fachmännisch in „Fugenboy“-Manier die letzten Hohlräume zwischen den frisch gelegten Pflastersteinen aus. So sitzt Lars vorm Enno und hat damit wohl den wünschenswertesten Arbeitsplatz, den die Burg momentan zu bieten hat. Wie eingangs schon erwähnt, tut die Sonne ihren Teil dazu, den Frühling im Werratal heimisch zu machen und so verwandelt sie den X-Stützengang in ein Sonnenbad-Paradies mit Röstgarantie.

Weiter hinten, etwa bei der Sommerküche hat sich Marc niedergelassen, um weitere Steine zu klopfen. Nachdem sich nun die steingewerklastige Gesellentruppe auf den Weg gemacht hat, sind die Maßstäbe gesetzt und Marc versteht sich darin, die übrigen Sandsteine in pflasterkonforme Größe zu schlagen.

Der Blick nach oben verrät, womit sich Herr Fritz heute beschäftigt hat. Scheinbar hat sich jemand bei der großen Ludwigsteiner Leiternot den Spaß gemacht, den einzigen Weg hoch in das Obergeschoss zu klauen. Doch schaut man genauer hin, sieht man, dass auch das Loch in der X-Stütze mit Planken und Eisenrohren verschlossen wurde. Dass die Leiter fehlt, scheint also beabsichtigt zu sein und wenn man Fritz folgt, zeigt er einem das fachmännische Provisorium an der Sommerküchentreppe. Die wiederum hat nun ein Geländer und Holzstufen, sodass man sich nun auf ihr den Weg hoch in den Enno bahnen kann.

In der Burg machen sich außerdem noch Kafe und Dirk zu schaffen, die immer mal wieder in die Werkstatt stürmen, um Werkzeug zu besorgen. Hinauf in die Burg, wieder herunter – das altbekannte Spiel.

Allmählich wird es 16.00 Uhr – der Bauhelferkaffee ruft. Und das heute mit einer kleinen Premiere – denn zum ersten Mal in diesem Jahr wird der traditionelle Platz an den drei Linden wieder eingeweiht- da schmeckt der Dosenkuchen direkt mal doppelt so gut. Außer der fleißigen Baumannschaft haben sich nun auch – wie es die gute, alte Tradition vorsieht auch wieder die BFDler eingefunden, um ein Stück Kuchen und ein Röstbohnenheiß- bzw. Schokoladenpulvergetränk zu sich zu nehmen. Böse Zungen behaupten, dass man uns zu keiner anderen Tätigkeit auf dem Enno sieht – glauben kann ich das ja nicht so recht ;). Mit einer Gurke, die von uns als Gastgeschenk mitgebracht wurde, werden die letzten hungrigen Mäuler dann auch gestopft und wir schreiten zu den Planungen des heutigen Abends. Eine weiter Premiere dieses Jahres steht nämlich noch ins Haus: Die Wiedereröffnung des Klausenhofes nach der langen Winterpause. Die nämlich lockt die laufwütigen Freiwilligen auf die Hanstein, sodass wir uns entschließen, diesen Tag nun gleich mit einer kleinen Wanderung und einer geselligen Runde in Hansteinnähe ausklingen zu lassen. Auf geht’s

zippo

Anmerkung: Der Bericht erreichte mich erst gestern, deshalb die verspätete Veröffentlichung – Carsten

Fotos vom 19. März: Montage der Heizkörper und ein Blick auf das Patchfeld

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