Vom Bauhelfer zum Burghelfer – oder: „Natürlich arbeite ich. Ich bin bloß grad abgelenkt!“

Nun bin ich den sechsten Tag auf der Burg. Ich konnte das in meinem Kalender nachzählen, denn eigentlich ist mir mein Zeitgefühl abhanden gekommen.
Auf der Baustelle geht es mit kleinen Schritten voran. Unter den Heizkörpern, wo die Rohre verlegt sind, musste noch beigeputzt werden. Heizkörper! War das eine Freude, als wir bemerkten, dass sie warm, sogar heiß wurden! Aber dazu an anderer Stelle mehr.
Inzwischen hat sich bestätigt, warum es nicht „die klassischen Bautage“ sind. Eine zeitweilige Unterbesetzung des Ziviflurs führte dazu, dass wir manchmal für kleine Sonderaufträge und Hilfeleistungen herangezogen wurden: Möbelrücken im Meißnersaal, Bänke zusammenbauen, hier und da mal was ausbessern… Besonders nett war auch der Flashmob mit Besen im Burghof (noch 10 Minuten, bis die Hochzeitsgesellschaft kommt!) Seitdem ist mir klar, was für eine blöde Aufgabe das ist. Man sollte Profilbesen haben, wie diese tollen Zahnbürsten.
Manchmal passierten auch seltsame Sachen. Da kullerten wir aus Versehen den Burgberg runter und landeten am Spielplatz „Öhrchen“. Hoppla. Na, wenn wir schon mal da sind… Leider war kafe etwas böse darüber, aber auch hierzu können wir erst später Auskunft geben.
Donnerstag Abend hatten wir Gelegenheit, neue Burgbergbewohner kennenzulernen. Leider waren die Bienen von Anneh und Selmar etwas ungehalten, so dass wir Abstand hielten.
Am Freitag Nachmittag wurde es zum ersten Mal richtig warm, und prompt bekam Papagena Sonnenbrand.
Und dann, während ich mir in der Werkstatt Schrauben und passende Bits suchte, fuhr ein gewisses blau-weißes Auto auf die Baustelle und ich ließ alles fallen. Ente und Gunthard waren auf der Durchreise und begutachteten den Baufortschritt, besonders den neuen Estrichboden. Der ruft übrigens ein interessantes Phänomen hervor. Nachdem man bislang auf schwarzem Bitumen gelaufen ist und das untere Stück der Wände „fehlte“, hat man nun das Gefühl, durch den Enno zu schweben.
Heute scheint schon wieder die Sonne und es ist muckelig warm. Also nichts wie raus und runter zum Enno. Die Sommerküche wollen wir aufräumen, und noch ein paar Bohlen festschrauben.
Hoffentlich („Kannst du mal bitte kurz…?“) werde ich nicht aufgehalten 🙂

Katja.

zu den → Fotos

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1 comment so far

  1. Kathleen Salzmann on

    Hallo Katharina,
    ich bin Kathleen. Ich habe die am Mittwoch von Würzburg mit nach Witzenhausen im Auto mitgenommen. Nun musste ich mich erst mal über eure tolles Projekt informieren! Hut ab – eine super Leistung. LG


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